Rooom. Man meint es im Ohr zu hören, wie damals Asterix zu Obelix beim Anblick dieser Stadt im Comic sagte, Rooom.

Die. Ewige. Stadt.

Sie muß weiblich sein; denn wer sie kennt, liebt sie und das für immer. Und so verhängnisvoll können sich wohl nur Männer für ein Weib verlieren! 😉.

Ich bin mir sicher, daß das schon immer so war.

Und es muß eine Stadt sein. Denn so immens laut ist mit Sicherheit kein Dorf.

Die ewige Stadt.

Der Blick auf die Vatikanstadt, auf Rom, ach eigentlich die ganze Welt.

Doch beginnen wir unsere kleine Reise mit den Gärten und dem Museum. Die vatikanischen Gärten und das vatikanische Museum.

Hier die uralte Mauer.

Was hat er ihm bloß getan?

Laokoon. Die Gruppe.

Auf einem Feld irgendwo in Frankreich hat ein Bauer sie gefunden. Warum aber ist sie so bekannt und künstlerisch so wertvoll? Figuren aus der Zeit mit ohne Extremitäten hatten wir auch vorher schon.

Doch es ging den Künstlern im damaligen Griechenland um Ausdruck. Um die Darstellung der Realität bis an die Grenze der Analyse. Muskeln und Muskelgruppen, die perfekt geformt und dann durch die Bewegung zu ihrer maximalen Darstellung gebracht werden, waren das hohe Ziel ihrer Zeit.

Und hier sehen wir drei Menschen, die im Kampf mit der Schlange ihr bestes geben müssen und deswegen ihre Körper in drei vollkommen verschiedene und extreme Situationen bewegen müssen. Zwangsläufig müssen die Körper daher so sportlich gezeigt werden.

Hier sehen wir also Kunst, die einen Grund findet, im darstellenden bildhauerischen Ideal ihrer Zeit ihre Möglichkeit der Darstellung zu finden. Und das haben wir wiederum sehr selten.

Auch drinnen ist allerhand Kunst.

So ist das hier. Man läuft so einige Kilometer, guckt hin und wieder aus dem Fenster und sieht ganz genau, wo man ist. Eine Kugel mitten im Garten? Hat man die Erde als Kugel etwa schon anerkannt? 😄.

Jede Familie in Italien, die seinerzeit etwas auf sich hielt, hat hier eine Spende getan. Und so hängt hier quasi ganz Italien 🇮🇹 an der Decke.

Man sagt, daß es manchmal Generationen gedauert hat, bis einer dieser Teppiche fertig war. Ob es sich gelohnt hat?

Und dann. Endlich.

Nach etwa 5 Kilometern Fußmarsch oder soll ich besser sagen Vorspiel, endlich die Krönung. Weil ihm der weiße Marmor für eine Kapelle ausging, gab ihm der Papst Sixtus den Auftrag, stattdessen diese bereits fertige Kapelle von innen auszumalen.

Alles, was Michelangelo über Malerei, alles was er über Perspektiven wußte, steckt in diesem Werk. Hier hat er jahrelang bei Kerzenschein, mit dem Pinsel über dem Kopf auf wackligen Brettern gestanden. Hier hat er alles gemalt, was in der Bibel wichtig ist. Hier hat er sich verewigt.

Erst seit etwa einhundert Jahren, steht Die Erschaffung Adams so im Blick der Öffentlichkeit.

Nun gut. Hierzu kann man wissen, dass er hier der Kirche womöglich ein Schnippchen geschlagen hat. Die Form des Mantels hinter Gott entspricht dem Wissen der damaligen Zeit über das Aussehen des Gehirns. Ein Laib Brot, im Wesentlichen rund und hinten die Anschlüsse an die Peripherie.

Also sitzt das Göttliche in uns allen selbst? Michelangelos Auffassung nach wohl schon.

Und wo sollen auch sonst die Ideen für diesen Trost herkommen?

Aus irgendeinem Grund so etwas wie mein Lieblingsbild aus Rom. Das uralte und so geschichtsträchtige Pantheon inmitten ganz normaler römischer Häuser und Häuserschluchten. Diese Selbstverständlichkeit für die Geschichte beeindruckt mich auf diesem Foto.

Dieses Haus hat überlebt. 2000 Jahre. Das hat es geschafft, weil es gut gebaut wurde. Große schwere Blöcke, die aufeinander stehen und ein Vorbau, der dabei nicht stört. (Dass er zu niedrig angesetzt wurde, lasse ich hier mal außer acht.)

Und dann ein Loch. Mitten rein ins Dach. Im Zusammenhang mit dem leicht nach außen hin abfallenden Boden sorgt dies dafür, dass Regen zwar ins Haus eindringt, aber auch sofort wieder abfließen kann. Man muss sich das mal vorstellen. Ein Haus, das für Regen offen ist, überdauert 2000 Jahre. (Aber wundert uns nicht eh alle, dass Venedig für einen Zustand bewundert wird, der bei uns jahrelang die Gerichte beschäftigen würde. Und zwar, weil dort akuter Notstand wäre, in den Häusern! Aber in Italien funktioniert das alles.)

Und auch die Innengeschichte. Manchmal eine Kirche. Mal für den Glauben, dann mal für einen anderen. Oder auch einfach nur mal ein Markt.

Und dabei immer beeindruckend. Mich jedesmal, weil es ein wunderschöner Haus ist, von allen Seiten. Und bereits der Hunnenkönig soll, nachdem die Wilden grade das einst so mächtige Rom eingenommen haben, beim Anblick dieses Baus geweint haben.

Und erst der Eindruck bei Dunkelheit. Erhebend.

Und wenn man schon mal nachts unterwegs ist, dann kann man noch schnell an seinem Lieblingsitaliener vorbei…

… hier ein Tagesfoto vom Besitzer…

… ist es vom Da Bafetto dann nicht mehr weit zur Engelsbrücke…

… und natürlich rüber zum Petersdom.

Mal der Blick vom Hotel, rüber.

Der Petersdom selbst beinhaltet insgesamt fünf Kirchen.

Und dann auf zum Höhepunkt jeder Romreise.

Der Blick auf Rom.

Was soll jetzt noch kommen?

Zunächst einmal ein paar Kleinigkeiten. Wie der Fotoshop gleich gegenüber.

Oder La Paloma.

Oder Straßenkunst.

Die Uhr kenn ich. Gibts bei Ikea 😄.

Als Kind, gab es Agip Tankstellen auch in Deutschland. Jetzt fühle ich mich jedesmal zurückversetzt, wenn ich hier eine gelbe Tanke sehe 😄.

Hier fing das alles an. Im Forum Romanum.

Wenn er auftritt, was kommt dann jetzt?

Logisch. Seine Arena. Das Colosseum.

Nicht immer wurde gekämpft. Manchmal wurden auch Wagenrennen gefahren. Im Circus Maximus. Heute nur noch Sand und manchmal Konzertfläche.

In der Kirche Sankt Paul vor den Mauern hängt ein Bild jedes bisher dagewesenen Papstes. Der aktuelle wird angestrahlt; und etwas Schein fällt auch noch auf den Vorgänger 😊.

Und dann. Umgebettet, lange hier verehrt, nach einem Brand in Vergessenheit geraten und just in dem Jahr, in dem man Weltmeister wurde (fragt nicht wie 🤬) wiederentdeckt: Das Grab des Paulus. Die Wissenschaftler weisen einen Leichnam aus dem 1. oder 2. Jahrhundert nach und der Papst ist überzeugt: Er ist es. Und demzufolge ist dies seine berühmte Kette.

Irgendwann geht der schönste Rom Besuch vorbei und er endet an einem meiner Lieblingsplätze hier. An der Spanischen Treppe. Immer Trubel. Tag und Nacht.

Hier war ich ganz sicher nicht zum letzten Mal!

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