Fotografie

Megapixel

Manche Leute sagen, es gehe bei einer Kamera nicht um die Anzahl der Megapixel.

Manche Leute sagen, es gehe um das Einfangen von Emotionen. Alles was man fotografiere, sei Licht.

Nachdem ich von einer Nikon Z 6 mit 24 Megapixel, auf eine Nikon Z 7 mit 45 Megapixel umgestiegen bin, habe ich den Eindruck, die oben beschriebenen Leute, wollten andere nur vom Besseren abhalten. Und hier kommt meine Begründung.

Wenn Menschen heiraten, wenn ihre Kinder geboren werden, wenn sie 30 werden und mit der Jugend durch oder 50 werden und mit den Basics durch sind, dann machen sie jeweils ihre Fotos. Und dabei geht es immer um den Moment. Als der Ring angesteckt wurde, als Tante Erna sogar mal Onkel Erwin zum tanzen gebracht hat, als der Nachwuchs zum ersten Mal selig bei der Mutter einschlief, als endlich der Porsche vor der Tür stand oder als gleich am zweiten Tag des Urlaubs der Sonnenuntergang schon so atemberaubend war, dass der Urlaub gar nicht mehr besser werden konnte. (Niemand macht dann noch ein Foto, wenn der Urlaub in der Folge mehrheitlich mit Kniffeln verbracht wurde.)

Von daher ja, was zählt auf einem guten Bild, ist der Augenblick. Also der Moment im Raum-Zeit-Gefüge, von allen Momenten davor, daneben und danach, den der Fotograf als herausragend erachtet hat.

Manchmal steigt der Wert eines Fotos mit seinem Alter. Die eigenen Erinnerungen verblassen, manches verschwindet unwiederbringbar. Und dann ist er da – Der Moment von Kodachrome. (Oder jedes anderen Mediums zum Festhalten von Informationen, die in ihrer Summe ein Bild ergeben). Man möchte plötzlich noch einmal in diese Vergangenheit hineinkriechen. Sich noch einmal das Lebensgefühl jener Tage oder das Glück dieses Moments in Erinnerung rufen.

Und dann vergrößert man das Bild. Schaut sich vielleicht Gesichter vergangener Menschen an. Sucht ihre doch immer so vertrauten Gesichtszüge.

In Zeiten von Kameras in Telefonen und einer allgemein zu beobachtenden Tendenz zur Dokumentation des eigenen Lebens, sollte über keines, über keines dieser Fotos gelacht werden. Spätestens wenn der eigene Schwung nachläßt, ist das Foto vom Tango-Tanz in der Küche der ersten WG Gold wert. Spätestens wenn der gebrauchte Porsche zum teuren Oldtimer geworden ist, wird das Foto vom ersten eigenen Auto zum grade wichtigsten Foto auf dem Schreibtisch. Und wenn man dann, nicht nur die Farbe des Gefährts, sondern das Herstellungsjahr der Reifen erkennen kann. Wenn dann im Blech noch der Handabdruck von den eigenen Ausbesserungsarbeiten zu erkennen ist, spätestens dann werden die Menschen erkennen, dass es immer besser ist, mehr zu haben. Dies gilt auch für Megapixel.

Denn wir fangen das Leben ein und konservieren es. Es spricht alles dafür, diesen romantischen Akt noch besser zu gestalten. Ja, 24 Megapixel genügen für ein gutes Foto. 45 sind besser.

Hinzukommt, dass die Z 7 gegenüber der Z 6 auch die bessere Kamera ist. Der Blendenumfang ist sichtbar höher. Höhen und Tiefen schließen sich gegenseitig weniger aus. Hatte ich früher Lichter im Bild, waren die Schatten schwarz. Mit der Z 7 ist es bei viel mehr Fotos als früher möglich, immer näher am Vermögen des menschlichen Auges, Helles & Dunkles gleichzeitig einzufangen.

Außerdem klebt der Autofokus verläßlicher am Objekt, findet die Augen im Subjekt eher von selbst und kann insgesamt etwas besser mit Dunkelheit umgehen.

Die Z 7 ist gegenüber der Z 6 die bessere Kamera. Auch wegen dem Mehr an Pixeln.

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